Patientinnen, Patienten & Angehörige

Den interprofessionellen Behandlungsteams der Intensivstationen ist es ein grosses Anliegen, Patienten, Patientinnen und Angehörige zeitnah über die Behandlungsmassnahmen zu informieren und adäquat in die Entscheidungsfindung zu involvieren.

Angehörige sind auf der Intensivstation stets willkommen. Wenn sie zum ersten Mal auf der Intensivstation zu Besuch sind, treten sie meist in eine für sie fremde Welt ein und wissen nicht, was sie erwartet. Ein wesentlicher Aspekt, der Angehörigen hilft, die Ohnmacht in der Krise zu überwinden, ist ausreichend Information. Das Team der Intensivstation begleitet die Angehörigen, nimmt sich Zeit für ihre individuellen Fragen und  Sorgen und gibt umfassend, ehrlich und verständlich Auskunft.

Gesundheitskompetenz

Es ist wichtig, sich über die Möglichkeiten der Intensivmedizin zu informieren und so die eigene Gesundheitskompetenz zu erhöhen. Jemand, der gesundheitskompetent ist, kann sich im Gesundheitswesen zurechtfinden, Informationen bewerten, Entscheidungen selbstständig treffen und diese in einer Patientenverfügung festhalten. Gesundheitskompetenz baut zudem Ängste vor einer intensivmedizinischen Behandlung ab.

Patientenverfügungen

Mit einer Patientenverfügung sorgt eine Person für diejenigen Momente vor, in denen sie nicht mehr entscheidungsfähig ist. Sie hält fest, welche lebensverlängernden Massnahmen sie erhalten möchte und welche nicht. Dadurch werden die eigenen Angehörigen aber auch die Teams der Intensivstationen in der Entscheidungsfindung unterstützt, damit die Behandlung bestmöglich und nach dem individuellen Patientenwillen stattfinden kann.

Kinder auf der Intensivstation

In der Schweiz sind 16 anerkannte Intensivstationen auf kritisch kranke Kinder spezialisiert. Von Frühgeborenen bis zu Jugendlichen werden auf diesen Abteilungen alle jungen Patientinnen und Patienten behandelt, die vorübergehend auf eine besondere intensivmedizinische Betreuung und ständige Überwachung angewiesen sind. Knapp sechs Prozent aller Patientinnen und Patienten, die auf Intensivstationen in der Schweiz behandelt werden, sind Kinder.

Ein krankes Kind muss sowohl von seinem familiären Umfeld als auch vom medizinischen Fachpersonal frühzeitig als «kritisch krank» erkannt werden. Nur so können rechtzeitig und im besten Fall sogar vorbeugend die richtigen Behandlungsmassnahmen eingeleitet werden. Die grösste Herausforderung liegt dabei in der richtigen Beurteilung der körperlichen und geistigen Entwicklung in den unterschiedlichen Altersstufen des Kindes. Diese Einschätzung ist für die Einleitung korrekter und altersentsprechender therapeutischer Massnahmen von grosser Bedeutung. So benötigen ein zweijähriges Kleinkind und ein 16-jähriger Teenager etwa völlig unterschiedliche Dosierungen eines Medikaments.

Weitere Informationen zu Kindern auf der Intensivstation finden Sie hier.

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